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Rekonstruktion zur Wiederherstellung des Denkmals.

Gepostet am Okt 31, 2023 in Aktuelles

Rekonstruktion zur Wiederherstellung des Denkmals.

Die Rekonstruktion von Bauteilen in der Denkmalpflege ist des Öfteren umstritten, dennoch ist sie manchmal notwendig, um den Gesamtkontext des Denkmals zu erhalten und die ursprüngliche Gestaltung des Gebäudes wieder sichtbar zu machen. Im Besonderen gilt dies für Fenster und Türen, als wesentlich gestaltende Bauteile der Fassade in der Formensprache des Klassizismus. Für die denkmalgerechte Wiederherstellung einer neoklassizistischen Fabrikantenvilla aus der Mitte des 19. Jhd. in Stralsund, wurden wir im Frühjahr mit der Rekonstruktion der nicht mehr vorhandenen Hauseingangstür beauftragt. Die originale Tür war bereits vor Jahren durch eine einfache und nicht in der Größe passende Tür ersetzt worden, ebenso die Fenster. Glücklicherweise erhielt sich auf der Gebäuderückseite das originale Türen – Pendant, wodurch wir die Konstruktionsdetails übernehmen konnten. Die Konstruktion besteht aus einem massiven Türfutter mit Füllungen, Kämpfern und Oberlichtern, sowie außenseitig einer Doppelflügeltür mit Füllungen. Im Inneren befindet sich eine Doppel – Windfangtür mit Sprossenverglasung im oberen Bereich. Als Material kam Eiche und Kiefer zur Verwendung.  ...

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Verbogenes Denkmal? Restaurierung 270 Jahre alter Dachgesimse am Parkhaus Lüskow

Gepostet am Dez 10, 2021 in Aktuelles, Baudenkmalpflege

Verbogenes Denkmal? Restaurierung 270 Jahre alter Dachgesimse am Parkhaus Lüskow

Im Zuge umfangreicher Sanierungsarbeiten am Parkhaus Lüskow durften wir uns mit den mächtigen original erhaltenen Gesimsen am Dach des imposanten Gutshauses befassen. Der Fachwerkbau aus der Mitte des 18. Jahrhunderts hatte bereits viel erlebt und stand nun lange leer. Das Dach wurde in den 1990er Jahren mit schweren handgestrichenen Biberschwanzziegeln belegt, wodurch sich vermutlich der gesamte Dachstuhl in der Mitte des Hauses sehr ungleichmäßig um ca. 50 cm gesetzt hatte. Es entstand eine sehr kurvige Ansicht im Verlauf der Fachwerkrähme und Gesimse am Dach. Nach Aufnahme der Ziegel stellte sich heraus, dass durch die Undichtigkeiten der Ziegel und fehlende Bleche, vor allem an den Gesimsen starke Schäden entstanden waren. Auf der gesamten Länge an der Vorderseite- und Rückseite des Gebäudes war bereits teilweise mehr als 1/3 der Holzsubstanz durch dauerhafte Durchfeuchtung und Mikroorganismen zerstört. Die Verbindungen zum Deckenbalken waren auch durch mangelhafte Arbeiten in den vergangenen Jahrzehnten teilweise auf etlichen Metern nicht mehr vorhanden. Es drohte ein Totalverlust! Wir mussten zunächst also alles statisch sichern, bevor wir mit den Ergänzungsarbeiten loslegen konnten. Dann erfolgte die Abtragung der vermorschten Bereiche per Hand, die Begradigung der Holzflächen und der Neuaufbau mit Kanthölzern. Die vorderen Karnisprofile wurden in der Werkstatt vorgefertigt. An den Bauteilstößen klafften Lücken von bis zu 9 cm Breite und einem Höhenversatz von mehreren Zentimetern. Teilweise wurden bauzeitlich bis zu 14 m lange Baumstämme am Stück verarbeitet! Auch die Stoßfugen wurden kleinteilig ergänzt, ebenso wie die Gehrungen an den Gebäudeecken. Nach den Ergänzungen erfolgte eine leichte Reinigung der Oberfläche, die mehrmalige Konservierung mit Leinöl und der Deckanstrich. Insgesamt wurden bis Jahresende bereits 110 lfm. Mansard- und Traufgesims bearbeitet. Weitere Arbeiten folgen....

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Hereinspaziert! Restaurierung und Rekonstruktion von Windfangtüren in der STRAZE

Gepostet am Sep 30, 2020 in Aktuelles, Baudenkmalpflege

Hereinspaziert! Restaurierung und Rekonstruktion von Windfangtüren in der STRAZE

Pünktlich zur Eröffnung des Vereins- und Initiativenhauses STRAZE, in der Stralsunder Straße 10 in Greifswald, wurden zwei große Windfangelemente durch unsere Werkstatt fertig gestellt. Die Türelemente aus den 1920er Jahren dienten als Zugang zu dem im Seitenflügel befindlichen spätklassizistischen Veranstaltungssaal und wiesen durch die langjährige Nutzung des Hauses umfangreiche Schäden auf. Neben größeren Holzfehlstellen und Verwerfungen waren fast sämtliche Sprossengitter geschädigt, es fehlten etliche Beschläge und Verglasungen sowie drei der sechs Türflügel. Die noch vorhandenen Teile wurden in der Werkstatt sorgfältig restauriert, fehlende Türflügel rekonstruiert, Verglasungen und Beschläge ergänzt. Abschließend erfolgte ein Anstrich mittels Leinölfarbe. Wir wünschen der STRAZE, als Ort altem- und neuem kulturellen Lebens in Greifswald, alles Gute!...

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Schritt für Schritt! Umfangreiche Restaurierung eines klassizistischen Kleinodes von 1803.

Gepostet am Mai 15, 2020 in Aktuelles

Schritt für Schritt! Umfangreiche Restaurierung eines klassizistischen Kleinodes von 1803.

Nach über zweijähriger Bauzeit konnte in der Greifswalder Innenstadt ein herausragendes Beispiel klassizistischer Baukultur fertig gestellt werden. Nach jahrzehntelangem Leerstand, massiven Hausschwammbefall und einigen Veränderungen an der Fassade, zeigte sich die Substanz des repräsentativen Gebäudes aus dem Jahr 1803 im Inneren jedoch nahezu im Originalzustand. Neben der aufwendig gestalteten Ausmalung etlicher Räume waren auch die Innentüren, die Treppenanlage, sowie die Fenster hofseitig nahezu im Originalzustand erhalten geblieben. Neben den historischen Türen und der Hauseingangstür wurden auch die original erhaltenen Kastenfenster restauriert und teilweise rekonstruiert. Als besonders umfangreich erwies sich die Bearbeitung der Treppe. Diese zeigte nicht nur einen größeren Schaden durch den echten Hausschwamm im Bereich des 1. Obergeschosses, sondern auch einen massiven Brandschaden im Bereich zum...

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Es ist angerichtet! Restaurierung einer prunkvollen Anrichte des Historismus

Gepostet am Apr 11, 2020 in Aktuelles, Möbel und Holzobjekte

Es ist angerichtet! Restaurierung einer prunkvollen Anrichte des Historismus

Eine aufwendigst gestaltete Anrichte des frühen 20. Jhd. wurde in den vergangenen Wochen in unserer Werkstatt komplett restauriert. Neben den sehr qualitätvollen, teilweise vollplastischen Schnitzereien aus Eiche, besticht das Möbel auch durch seine imposante Größe von fast 3m Breite und 1.2m Höhe. Es galt, eine Vielzahl gelöster Leimverbindungen wieder zu festigen sowie verschiedenste Fehlstellen zu schließen. Besonders die opulenten Löwenfüße wiesen erhebliche Fehlstellen auf und mussten aufwendig ergänzt werden. Eine der flankierenden Engelfiguren am Aufsatz fehlte ebenso und wurde durch einen Bildhauer ersetzt. Die originale Oberfläche konnte zum Großteil gereinigt und konserviert werden. Das Wurzelmaserfurnier der mittigen Tür wies erhebliche Aufwerfungen auf, wurde niedergeleimt und mit Schellack...

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